TH-01.2 – PROLOG (25Stu-u.L-PK)
Inhaltsverzeichnis
Warum der 25-Stufen-Lern- und Projektkompass entstanden ist
Von der Idee zur Eigenverantwortung – die Erfahrungen, Erkenntnisse und Grundgedanken hinter dem 25Stu-LPK.
Einleitung – Eine Entwicklung aus praktischen Erfahrungen
Der 25-Stufen-Lern- und Projektkompass (25Stu-LPK) ist nicht am Schreibtisch aus einer theoretischen Vorstellung heraus entstanden. Seine Entwicklung ist das Ergebnis praktischer Erfahrungen, wiederholter Überlegungen und eines mehrjährigen Erkenntnisprozesses innerhalb des Board-Teams von NADEUM beziehungsweise NADEUM-WIKO.
In den Jahren 2023 bis 2026 sammelten wir in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Community Based Organisations (CBOs), Vereinen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen Erfahrungen bei der Entwicklung von Projektideen. Dabei zeigte sich, dass durchaus interessante Vorstellungen und der Wunsch vorhanden waren, etwas zu verändern und eigene Vorhaben umzusetzen.
Die eingebrachten Projektideen waren jedoch häufig noch unvollständig. Wesentliche Informationen fehlten, Zusammenhänge waren nicht ausreichend geklärt und zahlreiche notwendige Entwicklungsschritte wurden übersprungen. Aus einer ersten Idee sollte möglichst rasch ein konkretes Projekt werden. Die dafür erforderlichen Überlegungen, Vorbereitungen und Dokumentationen waren jedoch vielfach noch nicht geleistet worden.
Diese Erfahrungen führten zu einer grundsätzlichen Frage: Fehlt es den Menschen und Organisationen tatsächlich an Ideen – oder fehlt ihnen vielmehr das Wissen und die methodische Orientierung, wie sie aus ihren Ideen eigenständig umsetzbare Projekte entwickeln können?
Im Laufe der weiteren Arbeit wurde deutlich, dass vor allem Letzteres eine entscheidende Rolle spielt.
1. Was häufig vorausgesetzt wird, muss zunächst erlernt werden
Menschen, die sich über längere Zeit mit Projektentwicklung, organisatorischen Abläufen, institutionellen Anforderungen und internationalen Zusammenhängen beschäftigt haben, verfügen irgendwann über einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung. Viele Arbeitsschritte erscheinen ihnen selbstverständlich, weil sie diese bereits mehrfach durchlaufen haben.
Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass auch dieses Wissen erst erworben werden musste. Es entsteht nicht von selbst und kann nicht ohne Weiteres vorausgesetzt werden.
Was für erfahrene Personen selbstverständlich erscheint, kann für Menschen, die erstmals ein eigenes Projekt entwickeln möchten, völliges Neuland sein. Sie müssen zunächst verstehen, welche Informationen benötigt werden, wie man einen tatsächlichen Bedarf feststellt, welche Voraussetzungen geprüft werden müssen und wie die einzelnen Erkenntnisse zu einem schlüssigen Gesamtkonzept zusammengeführt werden.
Die Fähigkeit, ein Projekt professionell vorzubereiten, umfasst wesentlich mehr als das Ausfüllen eines Antragsformulars. Sie verlangt Kenntnisse, Erfahrungen, methodisches Vorgehen und die Bereitschaft, sich mit vielen unterschiedlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Aus dieser Erkenntnis ergab sich für uns eine wichtige Konsequenz: Wir dürfen dieses Wissen nicht einfach voraussetzen. Wir müssen einen Weg schaffen, auf dem es nachvollziehbar vermittelt, praktisch angewendet und schrittweise erworben werden kann.
2. Warum der Weg nicht mit der Suche nach Geld beginnen sollte
Während der bisherigen Zusammenarbeit wurde wiederholt deutlich, dass finanzielle Unterstützung häufig bereits am Anfang der Überlegungen stand. Noch bevor eine Projektidee ausreichend beschrieben, geprüft und vorbereitet war, wurde nach Finanzierungsmöglichkeiten gefragt.
Damit wurde das gewünschte Ergebnis vorweggenommen, während die dafür notwendigen Arbeitsschritte noch nicht erledigt waren.
Ein Projekt entsteht jedoch nicht dadurch, dass jemand Geld dafür bereitstellt. Zunächst muss geklärt werden, welches Problem tatsächlich besteht, welche Menschen davon betroffen sind, welcher Bedarf vorhanden ist und welche Veränderung erreicht werden soll.
Ebenso wichtig ist die Frage, welche Voraussetzungen bereits bestehen. Welche Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen, Arbeitskräfte, Materialien, Einrichtungen, Kontakte und sonstigen Ressourcen kann die eigene Organisation einbringen? Was kann sie selbst leisten? Was fehlt tatsächlich noch?
Erst wenn diese Fragen sorgfältig bearbeitet und die Ergebnisse nachvollziehbar dokumentiert wurden, lässt sich beurteilen, ob ein Vorhaben realistisch und umsetzbar ist.
Eine mögliche Förderung kann später ein wichtiger Bestandteil der Umsetzung sein. Sie kann aber weder die fehlende Planung noch die notwendige Eigenleistung ersetzen.
Hinzu kommt, dass Fördergeber unterschiedliche Zielsetzungen, Bedingungen und Anforderungen haben. Zahlreiche Organisationen und Initiativen bemühen sich gleichzeitig um begrenzte Fördermittel. Eine gute Idee allein garantiert deshalb noch keine Unterstützung. Entscheidend ist auch, ob ein Projekt überzeugend vorbereitet, nachvollziehbar begründet und den jeweiligen Anforderungen entsprechend dargestellt werden kann.
Daraus entstand unsere Überzeugung, dass Menschen und Organisationen zunächst lernen müssen, ihre eigenen Vorhaben selbstständig zu entwickeln. Erst auf dieser Grundlage können sie sich verantwortungsvoll um mögliche Unterstützung bemühen.
3. Vom Übernehmen einzelner Aufgaben zur Befähigung der Menschen
In der bisherigen Arbeit bestand ein naheliegender Ansatz darin, eingebrachte Projektideen mit dem vorhandenen Wissen weiterzuentwickeln und bei der Ausarbeitung entsprechender Projektunterlagen zu unterstützen.
Dabei wurde jedoch ein grundlegendes Problem sichtbar: Wenn externe Personen dauerhaft die wesentlichen Entwicklungsarbeiten übernehmen, bleibt das notwendige Wissen häufig auch bei diesen Personen. Die Organisation, die das Projekt später durchführen soll, lernt dadurch nicht automatisch, wie sie ein vergleichbares Vorhaben künftig selbst entwickeln kann.
Es kann eine Abhängigkeit entstehen, bei der die eigene Organisation zwar Projektideen einbringt, für deren Ausarbeitung, Antragstellung und weitere Bearbeitung aber weiterhin auf externe Unterstützung angewiesen bleibt.
Für NADEUM-WIKO ist dies kein dauerhaft tragfähiges Modell. Es würde nicht nur die Eigenständigkeit der beteiligten Organisationen einschränken, sondern auch Verantwortung und Verpflichtungen auf NADEUM-WIKO übertragen, die mit den vorhandenen personellen und finanziellen Möglichkeiten eines kleinen Vereins nicht vereinbar sind.
Insbesondere die Übernahme von Projektverantwortung, die Abwicklung fremder Fördermittel oder die damit verbundene Finanzverwaltung sind Aufgaben, die NADEUM-WIKO nicht übernehmen kann und nicht übernehmen möchte.
Deshalb wurde eine andere Zielsetzung entwickelt:
Nicht Projekte für andere Organisationen auszuarbeiten, sondern Menschen und Organisationen dazu zu befähigen, ihre eigenen Visionen selbstständig, systematisch und verantwortungsvoll in umsetzbare Projekte zu verwandeln.
Das bedeutet eine bewusste Veränderung der Rolle von NADEUM-WIKO: Wir wollen nicht dauerhaft Aufgaben übernehmen, die andere selbst erlernen und ausführen können. Wir wollen Wissen vermitteln, Orientierung geben und die notwendigen Werkzeuge zur Verfügung stellen.
4. Wie der 25-Stufen-Lern- und Projektkompass entstanden ist
Die Entwicklung des heutigen 25-Stufen-Lern- und Projektkompasses war ein schrittweiser Prozess.
Die ersten Überlegungen umfassten 19 Stufen beziehungsweise Punkte. Im Zuge der weiteren Ausarbeitung wurde jedoch deutlich, dass diese Anzahl nicht ausreichte, um sämtliche wesentlichen Entwicklungsschritte angemessen abzubilden.
Die Struktur wurde deshalb zunächst auf 20, anschließend auf 23 und schließlich auf 25 Stufen erweitert.
Dabei ging es nicht darum, möglichst viele Punkte zusammenzustellen. Jede Erweiterung sollte dazu beitragen, einen notwendigen Schritt des Entwicklungsprozesses verständlich zu erfassen und in die Gesamtstruktur einzuordnen.
Nach mehreren Überprüfungen und Entwicklungsdurchläufen entstand schließlich die heutige Struktur mit 25 festgelegten Stufen. Erst in einem späteren Entwicklungsschritt wurde erkannt, dass sich diese 25 Stufen sinnvoll in sechs übergeordnete Kapitel gliedern lassen.
Diese sechs Kapitel bilden den thematischen und inhaltlichen Zusammenhang des gesamten Lern- und Entwicklungsprozesses. Die 25 Stufen bleiben jedoch das eigentliche Arbeitsinstrument und die verbindliche Grundstruktur des 25Stu-LPK.
Die Entwicklung war somit kein einmaliger Entwurf, sondern das Ergebnis eines längeren Lern- und Erkenntnisprozesses. Auch die Struktur wurde überprüft, hinterfragt und weiterentwickelt, bis ein aus unserer Sicht tragfähiger und nachvollziehbarer Weg entstanden war.
5. Der 25Stu-LPK – ein Kompass und kein fertiges Projekt
Der 25-Stufen-Lern- und Projektkompass ist ein strukturiertes Lern-, Entwicklungs- und Projektinstrument. Er soll Menschen, Gruppen und Organisationen dabei unterstützen, zunächst ihre eigene Ausgangssituation zu verstehen, persönliche und gemeinsame Ziele zu entwickeln und aus ersten Ideen schrittweise tragfähige Konzepte und konkrete Projekte entstehen zu lassen.
Dabei ist ein Grundsatz besonders wichtig: Der Kompass bleibt gleich. Der Weg durch den Kompass wird an den Entwicklungsstand des jeweiligen Menschen, der Gruppe, der Organisation und des konkreten Vorhabens angepasst.
Die 25 Stufen bilden daher eine gemeinsame und verbindliche Grundstruktur. Die konkreten Aufgaben, Arbeitsblätter, Übungen, Gespräche und Ergebnisse können innerhalb dieser Struktur unterschiedlich gestaltet werden. Denn Menschen und Organisationen bringen unterschiedliche Erfahrungen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Voraussetzungen mit.
Der 25Stu-LPK ist deshalb kein Fragebogen, der möglichst rasch ausgefüllt werden soll. Er ist ein Lern- und Entwicklungsprozess, in dem die Teilnehmenden selbstständig arbeiten, ihre Ergebnisse reflektieren, Informationen überprüfen, unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigen und ihre Erkenntnisse schrittweise verbessern.
Eine Idee soll nicht einfach durch die 25 Stufen hindurchgeschoben werden. Vielmehr sollen die Teilnehmenden verstehen, warum jeder einzelne Entwicklungsschritt notwendig ist und welchen Beitrag er zum späteren Ergebnis leistet.
6. Lernen durch eigenes Tun – das Prinzip des Sporttrainings
Die Arbeitsweise des 25Stu-LPK lässt sich gut mit einem sportlichen Training vergleichen.
Ein Trainer kann eine Strecke vorgeben, Trainingspläne erstellen, Übungen erklären, auf Fehler aufmerksam machen und Hinweise zur Verbesserung geben. Er kann die notwendigen Kenntnisse und Methoden vermitteln und die Entwicklung begleiten.
Trainieren muss die Sportlerin oder der Sportler jedoch selbst. Niemand kann diese persönliche Leistung stellvertretend übernehmen.
Genauso verhält es sich mit dem 25Stu-LPK. NADEUM-WIKO stellt den strukturierten Weg, die Arbeitsunterlagen, die methodischen Erklärungen und das erforderliche Know-how zur Verfügung. Die Teilnehmenden müssen die Aufgaben aber selbst bearbeiten, eigene Überlegungen anstellen, Informationen beschaffen, ihre Ergebnisse dokumentieren und sich mit Rückmeldungen auseinandersetzen.
Fehler und unvollständige Ergebnisse sind dabei kein Grund, den Lernprozess abzubrechen. Sie sind vielmehr Anlass, Zusammenhänge nochmals zu betrachten, etwas zu überarbeiten und daraus zu lernen.
Das Ziel besteht nicht darin, Inhalte auswendig zu lernen oder vorgegebene Antworten zu reproduzieren. Entscheidend ist, dass die Teilnehmenden die Zusammenhänge verstehen und das erworbene Wissen später selbstständig anwenden können.
7. Die Rolle von NADEUM-WIKO und die Eigenverantwortung der Teilnehmenden
NADEUM-WIKO stellt den 25-Stufen-Lern- und Projektkompass, die dazugehörigen Arbeitsunterlagen, das methodische Wissen und die begleitende Unterstützung unentgeltlich zur Verfügung.
Die Teilnehmenden übernehmen im Gegenzug Verantwortung für ihre eigene Mitarbeit und ihren Lernfortschritt. Sie bearbeiten die Aufgaben selbstständig, bringen ihre Erfahrungen und Kenntnisse ein, setzen sich mit den Inhalten auseinander und sind bereit, ihre Arbeitsergebnisse bei Bedarf zu überarbeiten.
Die Begleitung durch NADEUM-WIKO soll dabei helfen, den Lernprozess zu strukturieren und Verständnisfragen zu klären. Sie soll jedoch nicht dazu führen, dass die eigentliche Arbeit von anderen übernommen wird.
Auch die Organisationen selbst tragen Verantwortung dafür, dass ihre Teilnehmenden die erworbenen Kenntnisse in ihre eigene Arbeit einbringen können.
Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Coachings sollen die Teilnehmenden den 25Stu-LPK nicht nur für das während des Coachings bearbeitete Vorhaben verstehen, sondern ihn auch für zukünftige eigene Entwicklungs- und Projektideen einsetzen können.
Dazu gehört die Möglichkeit, dass einzelne geeignete Personen später auch andere Mitglieder ihrer Organisation beim Durchlaufen des Kompasses begleiten können. Voraussetzung dafür sind eine eigene vollständige Lernerfahrung, ein fundiertes Verständnis der Methode und die entsprechende Fähigkeit, andere verantwortungsvoll zu unterstützen.
Der langfristige Zweck besteht somit nicht darin, eine dauerhafte Abhängigkeit von NADEUM-WIKO zu schaffen, sondern die eigenständige Anwendung des erworbenen Wissens zu ermöglichen.
8. Vom eigenen Projekt zur verantwortungsvollen Nutzung von Fördermöglichkeiten
Ein wesentlicher Bestandteil des 25Stu-LPK ist auch die Vorbereitung auf mögliche Partnerschaften und Finanzierungen.
Insbesondere im letzten Kapitel werden die wirtschaftliche Tragfähigkeit, die Eigenleistung, der tatsächliche Finanzierungsbedarf sowie die Vorbereitung auf mögliche Partner, Förderstellen und Donatoren behandelt.
Die Teilnehmenden sollen lernen, unterschiedliche Förderbedingungen und Anforderungen zu verstehen, Ausschreibungen sorgfältig zu lesen und die erforderlichen Projektinformationen entsprechend aufzubereiten.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass Fördergeber unterschiedliche Zielsetzungen und Verfahren haben und dass sich deren Anforderungen im Laufe der Zeit verändern können. Deshalb ist es nicht ausreichend, nur ein einzelnes Antragsformular kennenzulernen. Vielmehr sollen die Teilnehmenden befähigt werden, sich auch künftig selbstständig mit neuen Anforderungen auseinanderzusetzen.
NADEUM-WIKO vermittelt dafür Wissen und methodische Orientierung. Die Suche nach konkreten Fördergebern, die Vermittlung von Finanzierungsquellen, die Einreichung fremder Projektanträge und die Verwaltung entsprechender Fördermittel werden jedoch nicht von NADEUM-WIKO übernommen.
Ob ein Projekt tatsächlich eine Förderung erhält, hängt von zahlreichen Faktoren und letztlich von der Entscheidung des jeweiligen Fördergebers ab. Der 25Stu-LPK garantiert daher keine Finanzierung. Er soll vielmehr die Voraussetzungen verbessern, damit eine Organisation ihre eigenen Projekte professionell und nachvollziehbar entwickeln und mögliche Unterstützung eigenständig beantragen kann.
9. Der langfristige Nutzen – Wissen soll dauerhaft verfügbar bleiben
Der 25Stu-LPK soll nicht nur während eines einzelnen Coachings von Bedeutung sein. Er wurde mit dem Anspruch entwickelt, ein dauerhaft verwendbares Werkzeug für Menschen und Organisationen zu sein.
Eine neue Vision, aus der ein konkretes Vorhaben entstehen soll, kann jederzeit erneut durch die 25 Stufen geführt werden. Die dabei erworbenen Kenntnisse werden dadurch nicht nur erinnert, sondern praktisch angewendet, vertieft und weiterentwickelt.
Die Teilnehmenden sollen nach Abschluss des Coachings in der Lage sein, ihre eigenen Arbeitsunterlagen wieder heranzuziehen, einzelne Entwicklungsschritte zu wiederholen und den gesamten Prozess bei neuen Vorhaben erneut anzuwenden.
Aus diesem Grund ist es uns wichtig, die freigegebenen Grundlagen und Arbeitsvorlagen des 25Stu-LPK langfristig zugänglich zu machen. Wissen soll nicht ausschließlich an einzelne Personen, einen bestimmten Kurs oder eine bestimmte Organisation gebunden sein.
Es soll auch zukünftigen Interessenten und weiteren Generationen von Lernenden zur Verfügung stehen. Der langfristige Bestand des erworbenen Wissens darf nicht allein davon abhängen, ob einzelne Personen ihre Tätigkeit fortsetzen können.
Damit verbindet sich ein weiterer Grundgedanke: Wissen weiterzugeben bedeutet auch, dafür Sorge zu tragen, dass es dokumentiert, nachvollziehbar und möglichst dauerhaft nutzbar bleibt.
10. Der Grundgedanke des Board-Teams von NADEUM-WIKO
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben uns zu einer klaren Überzeugung geführt:
Menschen und Organisationen können ihre Eigenständigkeit nicht dadurch erreichen, dass andere dauerhaft für sie denken, planen und handeln. Sie müssen selbst die Möglichkeit erhalten, die dafür erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben und praktisch anzuwenden.
Der 25-Stufen-Lern- und Projektkompass ist aus diesem Verständnis heraus entstanden. Er soll keine fertigen Lösungen liefern und keine Verantwortung abnehmen. Er soll einen nachvollziehbaren Weg aufzeigen, Orientierung geben und die notwendigen Werkzeuge zur Verfügung stellen.
NADEUM-WIKO stellt die Straße, die Leitplanken, die Trainingsmethoden und das Know-how bereit. Die Teilnehmenden müssen diesen Weg jedoch selbst gehen, die Übungen selbst absolvieren und das Gelernte in ihrer eigenen Arbeit anwenden.
Denn der eigentliche Erfolg besteht nicht darin, dass ein externer Partner ein Projekt für eine Organisation entwickelt. Der eigentliche Erfolg besteht darin, dass die Organisation eines Tages selbst dazu in der Lage ist.
Unser Ziel ist nicht, Projekte für andere zu entwickeln. Unser Ziel ist es, Menschen und Organisationen dazu zu befähigen, ihre eigenen Visionen eigenständig, systematisch und verantwortungsvoll in umsetzbare Projekte zu verwandeln.
Weiterführende Informationen
Die vollständige Struktur des 25-Stufen-Lern- und Projektkompasses mit seinen sechs Kapiteln und allen 25 Stufen finden Sie auf unserer deutschen Informationsseite:
TH-01.2 – 25-Stufen-Lern- und Projektkompass (25Stu-LPK)
Dieser Prolog erläutert die Entstehung, die Erfahrungen und die Grundgedanken des 25Stu-LPK. Die verbindliche Struktur, die konkreten Inhalte, Aufgaben und Arbeitsunterlagen sind den jeweiligen Stufen des Lern- und Coachingprozesses zugeordnet.