B01-09 – Unsere Geschichte
Inhaltsverzeichnis
Wir sind gerade dabei alle relevanten Daten zusammenzustellen. Vorweg 2012 gab es Licht in der Ferne und wir wollten für uns etwas erschaffen. Habt Geduld es wird dies eine interessante Reise werden
2012 – Die Idee entsteht
Im Jahr 2012 entstand der gemeinsame Ausgangspunkt, aus dem sich später NADEUM entwickelte. In diesem Zeitraum trafen Andreas Gustav Andiel, Philipp Scherbaum und Georg-Josef Scherbaum zusammen. Alle drei brachten unterschiedliche persönliche Erfahrungen, Vorstellungen und Lebenswege mit.
Andreas brachte Erfahrungen aus institutioneller Arbeit, Sozialkompetenz, Aus- und Weiterbildungen sowie seine eigenen Vorstellungen einer selbstbestimmteren beruflichen und gesellschaftlichen Tätigkeit ein.
Philipp entwickelte aus seinen Erfahrungen während seines Auslandsdienstes als Zivildiener in Guatemala die Idee, deutschsprachigen Studierenden einen vergleichbaren internationalen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.
Georg-Josef Scherbaum beschäftigte sich zunehmend mit der Frage, wie eigene Lebens- und Berufserfahrungen weitergegeben und in eine langfristig sinnvolle Tätigkeit eingebracht werden könnten.
Der gemeinsame Grundgedanke entwickelte sich zunehmend in Richtung einer eigenen Organisation, die Wissen, persönliche Entwicklung, internationale Begegnung, Dialog und nachhaltiges Denken miteinander verbinden sollte.
Noch offen: Die genaue Entwicklung der gemeinsamen Idee zwischen 2012 und der späteren Vereinsgründung muss noch weiter recherchiert und ergänzt werden.
2013 – Entwicklung der ersten Vorstellungen
Für das Jahr 2013 liegen derzeit noch keine ausreichend konkreten historischen Angaben vor. Aus der bisherigen Erfassung lässt sich jedoch ableiten, dass sich die Ideen und Vorstellungen aus der gemeinsamen Arbeit ab 2012 weiterentwickelten.
Arbeitsvermerk:
Weitere Unterlagen und Erinnerungen aus dieser frühen Phase sollen noch geprüft werden.
2014 – Vorbereitung auf eine eigene Organisation
Auch für 2014 liegen derzeit noch keine vollständig erfassten Einzelereignisse vor. Die bisherige Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die Vorstellungen einer eigenständigen Organisation weiter konkretisierten. Die später erfolgte Gründung von NADEUM im Jahr 2015 stellt damit keinen völlig isolierten Anfang dar, sondern war das Ergebnis einer bereits mehrere Jahre laufenden persönlichen und gedanklichen Entwicklung.
Arbeitsvermerk:
Weitere Recherche erforderlich.
2015 – Gründung von NADEUM
Am 15. August 2015 wurde der Verein NADEUM offiziell gegründet. Damit erhielt die zuvor entwickelte Idee erstmals eine eigenständige organisatorische und vereinsmäßige Grundlage. Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass nachhaltiges Denken, verantwortungsvolles Handeln, Wissen, persönliche Entwicklung und langfristige Perspektiven wichtige Grundlagen für eine zukunftsfähige Gesellschaft darstellen.
Mit der Vereinsgründung begann die eigentliche Entwicklung von NADEUM als Organisation.
2016 – Begegnungen, Migration und neue Erfahrungen
Das Jahr 2016 war von intensiven persönlichen Begegnungen geprägt, insbesondere mit Menschen aus afrikanischen Ländern.
Viele Menschen verbanden mit NADEUM zunächst die Hoffnung auf Unterstützung im Zusammenhang mit ihrem Asylverfahren oder ihrer persönlichen Situation in Österreich. Für NADEUM selbst entwickelte sich daraus ein wichtiger Lernprozess. Afrika wurde zunehmend nicht mehr nur als geografischer Begriff oder abstrakter Kontinent wahrgenommen, sondern als vielfältiger Lebensraum mit unterschiedlichen Gesellschaften, Problemen, Hoffnungen, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten.
Diese Erfahrungen beeinflussten später die internationale Ausrichtung von NADEUM wesentlich.
2017 – Zusammenarbeit mit GAFÉIAS und erste größere Projektideen
Im Jahr 2017 bestanden verschiedene Formen der Zusammenarbeit zwischen NADEUM und GAFÉIAS. Ein wichtiger Projektansatz war P005, der zunächst unter dem Titel „Plastic Strike Back“ und später unter „Oceans 2030“ geführt wurde. Im Laufe der Auseinandersetzung zeigte sich, wie komplex die Themen Plastikverwertung, Umwelt, Technik, Wirtschaft und internationale Umsetzung tatsächlich waren. Daraus entwickelte sich eine unterschiedliche Schwerpunktsetzung:
NADEUM konzentrierte sich stärker auf Fragen des Plastikrecyclings.
GAFÉIAS entwickelte den Ansatz OCEANS2050 weiter.
2018 – Veränderungen, Abschiede und personelle Einschnitte
Das Jahr 2018 brachte deutliche Veränderungen.
Mehrere Mitglieder verließen NADEUM. Teilweise geschah dies ohne größeren Abschied, teilweise aufgrund persönlicher oder äußerer Umstände. Auch Mitglieder aus afrikanischen Ländern waren von den damaligen migrationspolitischen Entwicklungen betroffen; einzelne Personen wurden aus Österreich abgeschoben. Diese Entwicklungen führten dazu, dass NADEUM zunehmend erkennen musste, wie schwierig es sein kann, persönliche Ziele, Vereinsziele, Migration, internationale Zusammenarbeit und die tatsächlichen Lebenssituationen einzelner Menschen miteinander zu verbinden.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass Mitglieder nicht automatisch dauerhaft Teil einer Organisation bleiben, wenn sie für sich selbst keine ausreichende Perspektive oder Entwicklungsmöglichkeit erkennen.
2019 – Beginn einer neuen Orientierungsphase
Im Jahr 2019 begann eine weitere Phase der Beobachtung und Neuorientierung. Internationale Entwicklungen und erste Berichte über einen neuartigen Virus sorgten für zunehmende Unsicherheit. NADEUM begann deshalb, seine bisherige Ausrichtung und Arbeitsweise stärker zu hinterfragen.
Noch war nicht absehbar, welche weltweiten Auswirkungen die folgenden Ereignisse haben würden.
2020 – COVID-19 und eine Welt im Stillstand
Mit der COVID-19-Pandemie kam es zu einem tiefgreifenden Einschnitt. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Aktivitäten wurden eingeschränkt, persönliche Begegnungen wurden schwierig oder unmöglich und auch die Arbeit von NADEUM wurde erheblich behindert. Die Pandemie machte deutlich, wie abhängig moderne Gesellschaften von funktionierenden sozialen, wirtschaftlichen und internationalen Strukturen sind. Gleichzeitig wurden Veränderungen in der Umwelt und im menschlichen Verhalten sichtbar.
Für NADEUM wurde diese Zeit zu einer weiteren Phase des Beobachtens, Lernens und Überdenkens bisheriger Vorstellungen.
2021 – Einschränkungen, Spannungen und Orientierung
Das Jahr 2021 war weiterhin stark von den Folgen der Pandemie geprägt. Verordnungen, Einschränkungen und unterschiedliche gesellschaftliche Auffassungen führten auch innerhalb des Umfelds von NADEUM zu unterschiedlichen Sichtweisen. Persönliche Treffen waren weiterhin schwierig. Die Vereinsarbeit musste sich deshalb teilweise auf Kommunikation, Beobachtung, persönliche Kontakte und die Weiterentwicklung von Ideen verlagern.
Diese Phase zeigte erneut, dass eine Organisation nicht nur von ihren Ideen, sondern auch von den äußeren Rahmenbedingungen und der Bereitschaft ihrer Mitglieder zur Zusammenarbeit abhängig ist.
2022 – Langsames Erwachen und Neuorientierung
Mit den zunehmenden Lockerungen begann 2022 eine vorsichtige Rückkehr zu gesellschaftlichen Aktivitäten. Gleichzeitig nahmen politische und gesellschaftliche Spannungen zu. Diskussionen, unterschiedliche Wahrnehmungen und gegenseitige Schuldzuweisungen prägten zunehmend das gesellschaftliche Umfeld. Für NADEUM stand daher weniger ein schneller Neustart als vielmehr die Frage im Mittelpunkt:
Was wollen wir künftig tatsächlich leisten – und welchen Beitrag können wir mit unseren vorhandenen Möglichkeiten realistisch erbringen?
Beobachtung, Analyse und Neuorientierung gewannen dadurch an Bedeutung.
2023 – Ein kleines, aber klarer ausgerichtetes Team
Im Jahr 2023 bestand NADEUM nur noch aus drei aktiven Personen. Die geringe Größe bedeutete gleichzeitig eine Veränderung der Arbeitsweise. Weniger organisatorischer Aufwand ermöglichte teilweise eine direktere Kommunikation, schnellere Diskussionen und eine stärkere Konzentration auf konkrete Ideen. Die Entwicklung zeigte, dass Größe allein kein Maßstab für die Fähigkeit einer Organisation sein muss.
Entscheidend wurden zunehmend Klarheit, persönliche Verantwortung, gegenseitiges Vertrauen und Umsetzbarkeit.
2024 – Verstärkte internationale und afrikanische Zusammenarbeit
Im Jahr 2024 intensivierten sich die Kontakte zu Menschen und Organisationen aus verschiedenen afrikanischen Ländern. Über internationale Netzwerke lernte NADEUM engagierte junge Menschen kennen. Es entstanden neue Kontakte, Partnerschaften und Mitgliedschaften.
Auch eine afrikanische Zweigstelle wurde Teil dieser Entwicklung.
Dabei wurde ein wesentliches Spannungsfeld sichtbar: Einige Menschen verbanden mit NADEUM die Erwartung einer finanziellen Unterstützung. NADEUM entwickelte dagegen zunehmend eine klare Vorstellung von Hilfe zur Selbsthilfe. Nicht die dauerhafte Bereitstellung von Geld sollte im Mittelpunkt stehen, sondern:
Wissen, / Beratung, / Sozialkompetenz,
Projektentwicklung, / Ausbildung, / Begleitung und
die Fähigkeit, eigene Projekte selbstständig zu entwickeln.
Damit begann sich die heutige Rolle von NADEUM als Wissens- und Entwicklungsbegleiter deutlicher herauszubilden.
2025 – Neuausrichtung und Entwicklung zu NADEUM-WIKO
Das Jahr 2025 wurde zu einem wichtigen Übergangsjahr. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre wurde deutlich, dass die bisherige organisatorische und digitale Struktur von NADEUM nicht mehr vollständig zur internationalen Ausrichtung passte. Über mehrere Jahre waren zahlreiche Domains und unterschiedliche Internetauftritte entstanden. Dabei zeigte sich zunehmend:
Zu viele unterschiedliche Internetauftritte schaffen nicht automatisch mehr Klarheit.
Deshalb wurde die öffentliche Kommunikation vereinheitlicht.
NADEUM bleibt der Vereinsname
Eine wichtige Entscheidung war, den Namen NADEUM als Vereinsnamen beizubehalten. Verändert wurde vor allem die öffentliche Darstellung und Kommunikation. Für den heutigen öffentlichen Auftritt wurde die Bezeichnung:
NADEUM-WIKO
entwickelt und verwendet. Die neue Bezeichnung sollte deutlicher sichtbar machen, dass NADEUM heute insbesondere mit Wissen, Kommunikation, internationaler Zusammenarbeit, Projektentwicklung und Wissensvermittlung arbeitet.
Neue zentrale Internetpräsenz
Ab der zweiten Jahreshälfte 2025 wurde die neue Domain
NADEUM-WIKO.eu
zum zentralen öffentlichen Internetauftritt. Auch die offiziellen E-Mail-Adressen wurden entsprechend auf die neue Domain ausgerichtet. Die zahlreichen früher verwendeten NADEUM-Domains wurden dagegen schrittweise aus der aktiven öffentlichen Kommunikation herausgenommen.
Die rechtliche und technische Abgrenzung zu diesen früheren Internetauftritten wird gesondert in B4-02 dokumentiert.
2025 – Weitere Projektentwicklung
Parallel zur organisatorischen Neuausrichtung wurden internationale Projektansätze weiterentwickelt. Unter anderem wurden Kontakte und Projektideen in verschiedenen afrikanischen Ländern begleitet. Zu den damaligen Projektansätzen gehörten beispielsweise:
- IT-Solutions – Überlegungen zu Sicherheits-Checks und IT-Infrastruktur;
- Plastikverwertung – Ansätze zur technischen Verarbeitung von Kunststoff beziehungsweise zur Gewinnung synthetischer Produkte;
- Begleitung kleinerer Selbsthilfegruppen (SHGs);
- Entwicklung von Projektunterlagen und möglichen Förderansätzen.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Konzept ACAPMUSSC_MYC, das internationalen Stellen vorgestellt wurde. Nicht jede Idee konnte umgesetzt werden. Gerade daraus entstand jedoch eine wichtige Erkenntnis für die spätere Arbeitsweise:
NADEUM-WIKO soll nicht die Projekte anderer Organisationen übernehmen, sondern Menschen und Organisationen befähigen, ihre eigenen Projekte selbstständig zu entwickeln.
2026 – NADEUM-WIKO als Wissens-, Entwicklungs- und Kooperationsplattform
Seit 2026 tritt der Verein öffentlich unter der Bezeichnung NADEUM-WIKO auf.
Die bisherige Entwicklung führte zu einer klareren Definition der eigenen Rolle.
NADEUM-WIKO versteht sich zunehmend als Wissens-, Entwicklungs- und Kooperationsplattform, die Menschen, CBOs, SHGs und andere Partner dabei unterstützen kann,
- Ideen zu strukturieren,
- Projekte zu entwickeln,
- Informationen zu recherchieren,
- Projektdokumente zu erstellen,
- mögliche Fördermöglichkeiten zu identifizieren,
- Wissen weiterzugeben und
- die eigenen Fähigkeiten zur selbstständigen Umsetzung zu verbessern.
Dabei soll eine klare Grenze bestehen:
Das Projekt gehört dem jeweiligen Projektersteller.
Die Verantwortung für die Durchführung liegt beim jeweiligen Projektträger.
NADEUM-WIKO vermittelt das Wissen über das „Wie“, übernimmt aber nicht automatisch die Verantwortung für das Projekt.
Damit wird ein Grundgedanke deutlich, der sich aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre entwickelt hat:
Wissen geben – Orientierung ermöglichen – Eigenverantwortung erhalten.
2026 – Gegenwart und weiterer Weg
Die Geschichte von NADEUM-WIKO ist mit 2026 nicht abgeschlossen.
Vielmehr befindet sich der Verein weiterhin in einem Entwicklungsprozess. Die Erfahrungen seit 2012 haben gezeigt, dass sich Ideen verändern, Menschen kommen und gehen, Projekte entstehen und wieder verworfen werden können und sich auch die technischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ständig verändern. Was bleibt, ist der Versuch,
Wissen zu sammeln, Wissen weiterzugeben, Menschen miteinander zu verbinden und aus Erfahrungen zu lernen.
Die weitere Geschichte wird deshalb nicht allein durch große Ereignisse geschrieben werden, sondern auch durch die vielen kleinen Entscheidungen, Begegnungen, Projekte und Erfahrungen, die noch vor NADEUM-WIKO liegen.