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Kakuma und seine Zukunft

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Warum so viele CBOs und SHGs in Kakuma entstanden sind – und warum sie heute kaum Unterstützung erhalten

  1. Seit seiner Gründung im Jahr 1992 ist das Flüchtlingslager Kakuma in Kenia zu einer der größten und ältesten humanitären Siedlungen der Welt geworden. Über Jahrzehnte wurde das Camp vor allem durch internationale Gelder getragen – insbesondere durch die USA, die Europäische Union und einzelne europäische Staaten wie Deutschland.
  2. Doch in den letzten Jahren hat sich die globale Aufmerksamkeit verschoben. Neue Krisen, politische Prioritäten und wirtschaftliche Belastungen führten dazu, dass viele Staaten ihre Beiträge an das UNHCR und das Welternährungsprogramm (WFP) deutlich reduzierten.
  3. Die Folge: Die Unterstützung für Geflüchtete in Kakuma wurde massiv eingeschränkt.
  4. In dieser Situation begannen viele Menschen im Camp, eigene Wege zu suchen. Sie gründeten:
  • CBOs (Community‑Based Organisations)
  • SHGs (Self‑Help Groups)
  • kleine Initiativen und Lernzentren

Diese Gruppen entstanden aus echter Not und aus dem Wunsch heraus, nicht nur passiv zu warten, sondern selbst aktiv zu werden. Viele hofften, durch eigene Projekte internationale Partner zu finden, Spenden zu erhalten oder zumindest kleine lokale Verbesserungen zu schaffen.

Doch die Realität ist hart:

  • Die internationale Gemeinschaft ist überlastet.
  • Die großen Geldgeber haben ihre Prioritäten verlagert.
  • Viele Programme wurden gekürzt oder eingestellt.
  • Selbst etablierte Organisationen kämpfen ums Überleben.

Damit stehen die kleinen CBOs und SHGs heute oft ohne Unterstützung, obwohl sie die einzigen Strukturen sind, die im Camp noch echte Veränderung bewirken könnten.

Trotzdem bleibt eines bestehen: Die Menschen in Kakuma geben nicht auf. Sie organisieren sich, sie bilden sich weiter, sie helfen einander – und sie zeigen, dass Selbstständigkeit und Würde auch unter extremen Bedingungen möglich sind.

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