đ§ Stufe 1 â Mich selbst verstehen đȘ
Inhaltsverzeichnis
Wer bin ich? Was kann ich? Was mag ich?
Jeder Mensch ist einzigartig.
Jeder Mensch hat FĂ€higkeiten, Erfahrungen, WĂŒnsche und Eigenschaften, die ihn besonders machen.
Doch viele Menschen beschĂ€ftigen sich im Alltag kaum bewusst mit sich selbst. Sie funktionieren, reagieren oder passen sich an â ohne sich Zeit zu nehmen, sich selbst wirklich kennenzulernen.
Soziale Kompetenz beginnt jedoch immer bei der eigenen Person.
Erst wenn du dich selbst besser verstehst, kannst du auch andere Menschen besser verstehen, klarer handeln und sicherer auftreten.
Diese erste Stufe lÀdt dich deshalb ein, dich bewusst mit dir selbst zu beschÀftigen:
Wer bin ich?
Was kann ich gut?
Was tue ich gern?
Was macht mich aus?
Es gibt dabei keine richtigen oder falschen Antworten.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein â sondern ehrlich zu dir selbst zu sein.
Ăbung: Meine drei [3] Bereiche
Nimm dir etwas Zeit und beantworte die folgenden Fragen in Ruhe.
Du kannst sie aufschreiben oder einfach fĂŒr dich durchdenken.
1. Wer bin ich?
Welche Eigenschaften beschreiben dich als Person?
Zum Beispiel:
ruhig, freundlich, neugierig, hilfsbereit, kreativ, zuverlĂ€ssig âŠ
Schreibe mindestens drei Eigenschaften auf, die dich gut beschreiben.
2. Was kann ich?
Was gelingt dir gut?
Welche FĂ€higkeiten hast du?
Das können groĂe oder kleine Dinge sein.
Zum Beispiel:
gut zuhören, organisieren, reparieren, kochen, mit Menschen sprechen, Geduld haben, handwerklich arbeiten,
Schreibe mindestens drei Dinge auf, die du kannst.
3. Was mag ich?
Was machst du gern?
Was interessiert dich?
Wobei fĂŒhlst du dich wohl?
Zum Beispiel:
mit Menschen zusammen sein,
Musik machen oder zu hören,
Natur – Dein Umfeld genauer beachten
Sport – aktiv ausĂŒben
helfen – wen auch immer
lernen – so viel als nötig
bauen – an deiner Zukunft
kochen – hier gibt es viele Varianten
Schreibe mindestens drei Dinge auf, die du magst.
Wichtig fĂŒr dein Lernen
Dieses Programm wirkt am besten, wenn du dir Zeit lÀsst.
Es ist empfehlenswert, jede Frage nicht sofort hintereinander zu beantworten, sondern dir fĂŒr jeden Bereich einen eigenen Tag zu nehmen.
So kann dein Denken und FĂŒhlen sich ruhiger mit dem Thema beschĂ€ftigen.
Zum Beispiel:
Tag 1 â Wer bin ich?
Tag 2 â Was kann ich?
Tag 3 â Was mag ich?
Zwischen den Tagen arbeitet dein Unterbewusstsein weiter. Gedanken, Erinnerungen und Erfahrungen verbinden sich. Dadurch werden deine Antworten klarer und persönlicher.
ZusĂ€tzlich hilft es, wenn du zu jedem Wort oder jeder Eigenschaft ein inneres Bild oder eine Erinnerung findest. Unser GedĂ€chtnis speichert Bilder, Situationen und GefĂŒhle oft stĂ€rker als reine Worte.
Wenn du zum Beispiel schreibst âhilfsbereitâ, denke an eine konkrete Situation, in der du jemandem geholfen hast. Wenn du âruhigâ schreibst, erinnere dich an einen Moment, in dem du Gelassenheit erlebt hast.
Solche inneren Bilder verankern deine Erkenntnisse tiefer. Sie helfen dir, dich selbst besser zu verstehen und das Gelernte langfristig zu behalten.
Wenn dir keine Bilder oder MusikstĂŒcke einfallen, frage deine Freunde oder wenn es dir möglich ist, stöbere im Internet und nimm die Bilder die dich am besten ansprechen. Genauso verfĂ€hrst du mit Musik.Â
Reflexion
Wenn du möchtest, schaue dir deine Antworten noch einmal an.
Gibt es etwas, das dich ĂŒberrascht?
Gibt es etwas, worauf du stolz bist?
Gibt es etwas, das du bisher wenig beachtet hast?
Diese Gedanken helfen dir, dich selbst klarer wahrzunehmen.
Vertiefung: Deine StÀrken entdecken
Wenn du deine persönlichen StÀrken noch genauer erkennen möchtest, kannst du zusÀtzlich das NADEUM-Programm
âErkenne deine StĂ€rken â Schritt fĂŒr Schrittâ
nutzen.
Dieses Programm hilft dir, deine FĂ€higkeiten und Eigenschaften noch bewusster wahrzunehmen und zu verstehen.
đ https://www.nadeum-wiko.eu/p002-erkenne-deine-staerken-schritt-fuer-schritt/
Du kannst es jederzeit ergÀnzend zu dieser Stufe nutzen.
Gemeinsam lernen (empfohlen)
Diese Ăbung kann auch sehr gut in kleinen Gruppen durchgefĂŒhrt werden.
Zum Beispiel mit Freunden, in einer Lerngruppe oder in einer Gemeinschaft.
Jede Person stellt ihre Antworten vor.
Die anderen dĂŒrfen ergĂ€nzen, was sie an dieser Person positiv wahrnehmen.
Oft sehen andere Menschen StÀrken in uns, die wir selbst noch nicht erkannt haben.
Ziel dieser Stufe
Du beginnst, dich selbst bewusster wahrzunehmen.
Du erkennst erste persönliche Eigenschaften, FÀhigkeiten und Interessen.
Du entwickelst ein erstes GefĂŒhl dafĂŒr, was dich ausmacht.
Das ist die Grundlage fĂŒr alle weiteren Stufen.
Wenn du bereit bist, gehe weiter zu:
Stufe 2 â GefĂŒhle erkennen
Was fĂŒhle ich? Warum fĂŒhle ich so?
đ Abschluss von Stufe 1 â Du hast einen wichtigen Anfang gemacht
- Du hast Stufe 1 abgeschlossen â Mich selbst verstehen. Das ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt in jeder persönlichen Entwicklung.
- Du hast dir Zeit genommen, ĂŒber dich selbst nachzudenken: Wer du bist. Was du kannst. Was du magst.
- Das klingt einfach, ist aber fĂŒr viele Menschen ungewohnt. Du hast damit etwas getan, das Mut braucht: ehrlich zu dir selbst sein.
Das verdient Anerkennung.
đż Warum du jetzt eine Pause brauchst
Dein Gehirn arbeitet weiter, auch wenn du nicht aktiv ĂŒbst. Gerade bei Stufe 1 â die so viel mit IdentitĂ€t, Erinnerungen und Selbstbild zu tun hat â ist eine Pause besonders wertvoll.
Eine Pause von mindestens 3 Tagen hilft dir:
deine Antworten innerlich wirken zu lassen
neue Gedanken auftauchen zu lassen
dich selbst im Alltag bewusster wahrzunehmen
kleine AhaâMomente zu entdecken
- Diese Pause ist kein Stillstand. Sie ist ein Teil des Lernens.
- Gib dir diese Zeit. Du wirst merken, wie sich in dir etwas sortiert und klÀrt.
đ§ Reflexion fĂŒr die Pause
In den nÀchsten Tagen kannst du dir ein paar ruhige Momente nehmen und dich fragen:
Welche meiner Antworten hat mich ĂŒberrascht?
Welche Eigenschaft oder FĂ€higkeit fĂŒhlt sich besonders wichtig an?
Welche Dinge mag ich vielleicht mehr, als ich bisher dachte?
Du musst nichts verÀndern.
Du musst nur beobachten.
đȘ Deine Motivation fĂŒr den nĂ€chsten Schritt
Wenn du nach ein paar Tagen spĂŒrst, dass Stufe 1 in dir angekommen ist, dann bist du bereit weiterzugehen.
Und der nĂ€chste Schritt fĂŒhrt dich tiefer:
đ Stufe 2 â GefĂŒhle erkennen đ
Was fĂŒhle ich?
Warum fĂŒhle ich so?
Wie kann ich meine GefĂŒhle besser verstehen?
Wer sich selbst kennt, kann seine GefĂŒhle klarer wahrnehmen.
Und wer seine GefĂŒhle versteht, kann sein Leben bewusster gestalten.
Du bist bereit fĂŒr diesen Weg. Schritt fĂŒr Schritt. In deinem Tempo.